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RV: FW: Podiumsgespraech_Kolumbianische Perspektiven: Gewaltspirale   Lista de mensajes  
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Jue, 1 de Feb, 2007 7:35 pm

gatzahn
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-----Original Message-----
Date: Wed, 31 Jan 2007 18:10:55 +0100
Subject: Podiumsgespraech_Kolumbianische Perspektiven: Gewaltspirale oder Friedensdividende?
From: Karl Kästle <Karl.Kaestle@...>
To: "Kaestle Karl - 11" <karl.kaestle@...>

DKF Rundschreiben vom 31.01.2007

Podiumsgespraech

Kolumbianische Perspektiven:

Gewaltspirale oder Friedensdividene?


Liebe Mitglieder,

folgende Veranstaltung des Ibero-Amerikanischen Instituts ist sicher sehr interessant.

Ich würde mich freuen, wenn möglich viele aus unseren Reihen teilnehmen könnten, um

unsere Kenntnisse von Kolumbien in die Diskussion einzubringen..


Viele Grüße


Walter Pape

Präsident des Deutsch-Kolumbianischen Freundeskreises

Zu den Schafhofäckern 122

73230 Kirchheim u. Teck

Tel. 07021/734788

Fax 07021/735213



From: Ibero-Amerikanisches Institut [mailto:programm@...]
Sent: Thursday, January 25, 2007 7:45 PM
To: jan.mueller@...
Subject: Podiumsgespraech_Kolumbianische Perspektiven: Gewaltspirale oder Friedensdividende?


NEWSLETTER DES IBERO-AMERIKANISCHEN INSTITUTS
www.iai.spk-berlin.de


Podiumsgespräch

Kolumbianische Perspektiven:
Gewaltspirale oder Friedensdividende?

Montag, 26.2.2007, 19.00 Uhr, Simón-Bolívar Saal

In Zusammenarbeit mit der Friedrich Ebert-Stiftung

Der seit Jahrzehnten andauernde interne Gewaltkonflikt in Kolumbien gehört zu den ältesten Konflikten weltweit. Mit unterschiedlichen Ansätzen, aber nur wenig Erfolg, haben verschiedene Präsidenten des Landes wiederholt Friedensverhandlungen mit den Guerillagruppen geführt. Präsident Alvaro Uribe (2002-2010) begann 2003 einen Verhandlungs- und Demobilisierungsprozess mit den seit den 1980er Jahren als Reaktion auf Übergriffe der Guerilla, mangelnden Schutz durch staatliche Instanzen und als Schutztruppen des Drogenhandels gewachsenen Paramilitärs. Knapp dreieinhalb Jahre nach Verhandlungsbeginn sind nach offiziellen Zahlen 31.689 Paramilitärs, Kämpfer und Unterstützer kollektiv demobilisiert, 17.564 Waffen wurden übergeben. Hinzu kommen nach Daten des Verteidigungsministeriums bis Mitte 2006 10.492 individuell Demobilisierte, davon 3.442 aus den Reihen der AUC, 5.372 aus denen der Guerilla FARC, 1.401 vom ELN und 277 von anderen, kleineren Gruppen. Circa 2.700 der Ex-Paramilitärs sollen strafrechtlich verurteilt werden. Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft hatten bis Anfang Januar 2007 ca. 25.000 Opfer Anzeigen erstattet, die zu ca. 100.000 Untersuchungen führen werden. Alle Gewaltindikatoren Kolumbiens sind in erheblichem Masse zurückgegangen. Allerdings sollen 2.000 bis 3000 Demobilisierte wieder ins kriminelle Milieu zurückgekehrt sein und sich mit neuentstehenden Gruppen verbunden haben. Mit der kleineren Guerilla ELN begannen im Dezember 2005 insgesamt vier Vorverhandlungsrunden mit atmosphärischen Fortschritten, allerdings bisher ohne substanzielle. Mit der Guerilla FARC kam der Mitte 2006 noch absehbar scheinende humanitäre Austausch von gefangenen Guerilleros gegen Entführte, Politiker, Sicherheitspersonal und Zivilpersonen nicht zu Stande.

Die politischen Parteien und Gruppierungen Kolumbiens sind sich einig im Ziel, den seit Jahrzehnten andauernden Konflikt zu überwinden und der Gewalt ein Ende zu bereiten. Uneinigkeit besteht dagegen hinsichtlich der Vorstellungen über die gesellschaftspolitische Entwicklung nach einem möglichen Ende des Konfliktes. Eine komplexe Vielfalt politischer, wirtschaftlicher und sozialpsychologischer Aspekte ist in diesem Zusammenhang zu diskutieren. Unter anderem geht es um die gesellschaftliche Wiedereingliederung der demobilisierten Paramilitärs und Guerilleros, um eine Politik der Wiedergutmachung, Prävention und humanitären Hilfe für die Opfer des Konfliktes, um Wege zur Freilassung der Entführten sowie um Wahrheitssuche und politische Reformen.

Eine Gruppe von sechs kolumbianischen Politikern, die sich auf Einladung der Friedrich Ebert-Stiftung in Deutschland aufhält, diskutiert über die Perspektiven der politischen Entwicklung Kolumbiens, aber auch darüber, welche Rolle die internationalen Beziehungen des Landes,  vor allem die zu den USA und zu Europa in der gegenwärtigen Situation spielen.

Diskussionsteilnehmer:

Ana Teresa Bernal Montañéz ist Gründerin der "Bewegung für das Leben" und des "Nationalen Netzwerks für Bürgerinitiativen für den Frieden und gegen den Krieg" (REDEPAZ). Sie hat aktiv an Verhandlungsprozessen mit illegalen bewaffneten Gruppen teilgenommen. Seit 2005 ist sie Kommissarin der mit dem "Gesetz für Gerechtigkeit und Frieden" vom Juli 2005 geschaffenen Kommission zur Wiedergutmachung und Versöhnung. 

Carlos Gaviria Díaz ist früherer und seit Dez 2006 erneut bestätigter Parteivorsitzender des oppositionellen "Polo Democrático Alternativo", einer jungen, linken Partei mit Untergruppierungen traditionell - sozialistischer bis sozialdemokratischer Orientierung. Er erhielt bei den Präsidentschaftswahlen 2006 mit 22,04% den höchsten Stimmenanteil eines linken Vertreters in der Geschichte Kolumbiens.

Rafael Pardo Rueda war erster ziviler Verteidigungsminister Kolumbiens (1991-1994) und gilt als Präsidentschaftsanwärter der liberalen Partei für die Wahlen 2010. Seit 2002 war er als Senator im Parlament vertreten, zunächst als Vertreter der Partei Cambio Radical, einer Abspaltung aus der Liberalen Partei, bevor er 2003 seine eigene Partei (Nuevo Partido), ebenfalls im Uribe- Lager, gründete. Im Jahr 2005 wandte er sich vom  Lager des Präsidenten ab und kehrte zur liberalen Partei zurück.

Marta Lucía Ramírez de Rincón wurde 2006 für die konservative Partei Partido Social de la Unidad Nacional (Partido de la U) zur Senatorin gewählt. Sie war Kolumbiens erste weibliche Verteidigungsministerin 2002/2003, Außenhandelsministerin 1998/2002 sowie Botschafterin Kolumbiens in Frankreich. Als Verteidigungsministerin entwickelte sie mit dem derzeitigen kolumbianischen Präsidenten Álvaro Uribe Vélez zusammen das Konzept seiner "Politik der demokratischen Sicherheit".

Carlos Arturo Rodríguez Díaz war einer der Mitbegründer und Präsident der nationalen Gewerkschaft der Arbeiter der Elektroindustrie in Kolumbien (SINTRAELECOL) sowie Direktor der Abteilung für Bildung des Gewerkschaftsdachverbands CUT (Central Única de Trabajadores), deren Präsident er seit November 2002 ist. Seit dem 1.11.2006 ist er der Vizepräsident des neuen, Anfang November in Wien gegründeten, Weltgewerkschaftsbundes.

Germán Vargas Lleras ist Parteivorsitzender des Cambio Radical, einer Partei des  Regierungslagers mit mitte-links Ursprung in der liberalen Partei. In den Parlamentswahlen 2006 erhielt Vargas Lleras von allen gewählten Parlamentariern die meisten Stimmen. Er stützt den Präsidenten in seiner Sicherheitspolitik, nimmt aber in sozial- oder rechtspolitischen Themen auch gerne innerhalb des Uribe-Lagers die Oppositionsrolle ein.


Moderation: Hans R. Blumenthal, Direktor der Friedrich-Ebert-Stiftung in Kolumbien (FESCOL)

In spanischer Sprache mit Simultanübersetzung ins Deutsche


Anmeldung erforderlich:  programm@... (bis 19. Februar 2007)



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E-Mail:            programm@...
Homepage:      www.iai.spk-berlin.de

Veranstaltungsprogramm im Web: www.iai.spk-berlin.de/inst/veranst/d/programm.htm




Der Besuch der Veranstaltungen im Ibero-Amerikanischen Institut  ist - wenn nicht anders gekennzeichnet - kostenlos.






Jue, 1 de Feb, 2007 7:03 pm

Dixielaend@...
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Dabbye Janeth Gil Ruiz
gatzahn
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3 de Feb, 2007
5:31 pm
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